Andrés Ríos (Medellín, 1979) entwickelt seine Werke hauptsächlich auf der Grundlage eines Konzepts, das er schließlich in verschiedenen Medien wie Zeichnung, Malerei, Fotografie, Installation und Digitaldruck umsetzt. Die dem kreativen Prozess innewohnende Methodik wird oft zur Grammatik seiner Werke. Er nähert sich anderen Disziplinen wie Design und neuen digitalen Methoden, die seine Sprache bereichern und zu einer heterogenen Quelle machen. Andrés Ríos betrachtet die künstlerische Praxis als einen Denkprozess, der sich in einem methodischen, fast meditativen Schaffensprozess entwickelt, der auf wiederholtem Experimentieren besteht, bis seine Ressourcen auf wesentliche Elemente oder maximale Abstraktion reduziert sind.
Diese Praxis findet sich in seinen Gemälden, Zeichnungen, Skulpturen, Installationen und ortsspezifischen Projekten wieder und führt zu einem heterogenen Werk, das trotz seiner Vielfalt und ständigen Neuformulierung eine tiefe innere Kohärenz bewahrt.
Die Sauberkeit und Akribie seiner Werke steht im Kontrast zur handwerklichen Qualität seiner Prozesse und Oberflächen, was ihnen aus der Nähe betrachtet eine unerwartete Wärme und haptische und emotionale Fülle verleiht.
Die Spannung und das Gleichgewicht zwischen Gegensätzen – Vertrautheit und Fremdheit, strukturell oder ornamental, funktional oder spielerisch – und die häufige Anspielung auf den Körper verweisen auf Fragen im Zusammenhang mit der Affektivität gegenüber unserer Umgebung und der unbewussten Beziehung, die wir zu den Codes der visuellen Darstellung aufbauen.
Während seines Studiums arbeitete er als Assistent bei Projekten im Bereich audiovisuelle Kreation und öffentliche Kunst und arbeitete mit verschiedenen Künstlerkollektiven in Madrid zusammen.
Derzeit lebt und arbeitet er in München.
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